Filteranlage
Als Filteranlage kommt ein 600mm Kessel und eine Speck Bettar Pumpe mit 14m³/h gegen 0,8 bar zum Einsatz. Die Filteranlage habe ich in der 3m entfernten Garage eingebaut. Wir haben zuerst überlegt einen Technikschacht zu bauen, da dieses aber weitere Baumaßnahmen zur Folge hatte, haben wir dieses wieder verworfen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, jedes Mal zur Kontrolle bzw. zum Rückspülen des Filters in so einen Schacht zu klettern. Des Weiteren bietet die Garage weitere Vorteile, die Wege zum Solarabsorber sind nicht weit, man ist jeden Tag in der Garage und die Entfernung zum Pool ist auch nicht weit. Ich habe erst überlegt unterirdisch die Verrohrung in die Garage zu verlegen, aber der Aufwand wäre zu groß gewesen. Die Fundamente gleichen eines Bunkers, an manchen Stellen sind diese 50cm stark. Die Rohre, die in die Garage führen habe ich mit Gefälle zum Becken gelegt, um eine Entleerung zum Winter hin zu gewährleisten. Bei der Inbetriebnahme der Filteranlage, habe ich festgestellt das das Becken mindestens halb voll sein muss, damit die Pumpe Wasser ansaugen kann. Die Filteranlage steht ca. 30cm über Beckenniveau. Die UVC Lampe ist ausgelegt für 70m³ Becken, hat eine 75 Watt Lampe eingebaut und hält einen Druck von 6 bar stand. In der UVC Lampe werden Algen, Bakterien und Keime zwar nicht getötet, aber so genetisch verändert das sie sich nicht mehr vermehren können. Ich verspreche mit hier von einen geringeren Chemiebedarf und bei hohen Wassertemperaturen das Becken besser im "Griff" zu haben. Die UVC Lampe stammt übrigens aus dem Koi Zubehör, diese gibt es Baugleich auch für Pools, kosten aber fast das doppelte - Poolsteuer lässt Grüßen :-)
Die Chlordosierschleuse bietet den Vorteil, das man keine Flockkissen oder die Combitabs in den Skimmer legen muss. Man muss natürlich Erfahrungen im Umgang mit der Schleuse sammeln. Seitlich befindet sich ein Einstellrad, womit man die Schleuse "regeln" kann. Angefangen habe ich bei Stufe 4, da das Wasser ja noch nicht behandelt war. Mittlerweile habe ich die Einstellung auf 1,5 zurück genommen. Mal sehen, ob das ausreicht. Die Schleuse arbeitet nach dem Injektorprinzip, das heißt, durch den Sog des Wassers wird eine kleine Menge Chemie per Unterdruck "mitgerissen" . Ich habe erst überlegt, ob ich noch eine Umgehung um die Schleuse baue, das hatte sich aber erledigt, als ich gesehen habe das die Schleuse auch abgeschaltet werden kann. Es kann ja auch mal sein, das man schon zuviel Chemie im Pool hat. Die Chlordosierschleuse ist somit zu empfehlen. Der verwendete Filtersand heißt AQUAGRAN® und ist von der Firma Euroquarz
Hier noch was zur UVC Lampe:
In den UV-C Lampen wird UV-C Strahlung mit einer Wellenlänge von 253,7 Nanometer erzeugt. Diese Strahlung bewirkt eine Abtötung der im Wasser befindlichen Bakterien. Das Gerät Spa & Pool UV-C sorgt effizient und umweltfreundlich für sauberes, frisches und klares Wasser. Das Beckenwasser wird mittels einer Pumpe durch das UV-C Gerät geführt. Dort wird es einer von einer Speziallampe erzeugten UV-C Strahlung auf einer Wellenlänge von 253,7 Nanometer ausgesetzt. Sie neutralisiert Bakterien, Viren und andere Organismen und verhindert ihre Fortpflanzung. Wegen der Länge des Gerätes wird das Wasser der hohen Strahlendosis besonders lange ausgesetzt. Zudem reflektiert das Edelstahl-innenmaterial das UV-C Licht, was die Leistung um 35 % erhöht. Die Edelstahl-Auskleidung ist elektrolytisch poliert, sodass sich kaum Schmutz absetzen kann und die Reflektion nicht beeinträchtigt wird.
Vorteile einer UV-C Behandlung:
Das Wasser bleibt frisch, sauber und klar
Das Wasser wird sicher und effizient desinfiziert
Schutz vor Krankheitserregern
Schimmel-, Bakterien- und Algenbildung bleiben unter Kontrolle
Der Zusatz von Chlor/Chemikalien kann um bis zu 80% reduziert werden
Chlorgeruch, Haut- und Augenreizungen
(rote Augen) werden vermieden
Umweltfreundlicher als herkömmliche Methoden
07.05.06
Sandfilter geöffnet und 100kg Sand eingefüllt, Körnung 0,4-0,8mm
UVC-Lampe in Betrieb
Betriebsdruck des Kessels 0,85 bar, bei Solarbetrieb 0,95 bar
Kugelhähne links oben - Vorbereitung für Solarabsorber
1. Rückspülleitung, 2. Saugleitung Bodenablauf, 3. Druckleitung Einlaufdüsen, 4. Saugleitung Skimmer
Chlordosierschleuse für Combitabs, Inhalt bis 3kg, davor ist ein Rückschlagventil eingebaut
Motor mit Leistungsdaten, P1=Leistungsaufnahme, P2=Leistungsabgabe
Zeitschaltuhr, schaltet die Solarsteuerung ein u. aus, selbstverständlich ist alles über einen FI-Schutzschalter abgesichert
Update 2008
Im März habe ich eine weitere Schwimmbadpumpe zu der vorhandenen 14m³ Pumpe installiert. Hierbei handelt es sich um eine Speck Bettar 8, die absolut baugleich mit der vorhandenen Pumpe ist. Natürlich ist der Motor und das Laufrad dementsprechend kleiner. Warum das Ganze? Ich habe im letzten Jahr, wo wir die Solarabsorber in Betrieb genommen haben festgestellt, das es sehr sinnfrei ist, mit einer 14m³/h Pumpe über die Absorber zu fahren, weil die Menge einfach nicht durch die Absorber geht. Ich schätze, dass mit dem recht hohen Druck (1,0bar) etwa 9-10m³/h durch die Absorber gehen und das ist dann Stromverschwendung. Die neue Bettar 8 hat sich in den letzten Wochen sehr gut bewährt und verbrät 0,4 kW/h weniger also eine Ersparnis von 40%. Die Pumpe läuft von 9:30 Uhr bis 18:30 Uhr. Im übrigen ist die Filterqualität des Wassers besser geworden, da die Bettar 8 nur einen Druck von 0,65 bar aufbaut, somit läuft das Wasser langsamer durch den Sandfilter, die feineren Teilchen werden nun besser im Filter zurück gehalten. Nun könnte man ja denken, die Bettar 14 ist über, ist sie leider nicht, denn die Bettar 8 passt normalerweise nicht zum Filter, weil sie zu wenig Leistung hat den Filter ordentlich zurück zu spülen, diese mache ich weiterhin mit der Bettar 14. Auch für das Bodensaugen ist die Bettar 14 viel besser geeignet. Das System ist nun so ausgelegt, dass immer nur eine Pumpe läuft, es gibt nur einen Fall das beide Pumpen laufen müssen und zwar, wenn das Becken nur 10cm Wasserstand hat, z.B. bei Neubefüllung und ich es nicht abwarten kann, die Filteranlage in Betrieb zu nehmen. Mit einer Pumpe muss das Becken min. halb voll sein damit die Pumpe Wasser bekommt. Wenn eine Pumpe mal kaputt gehen sollte, kann ich mir mit der Ersatzteilbeschaffung Zeit lassen und in Ruhe die defekte Pumpe reparieren, es wäre fatal wenn das Becken ein paar Tage ohne Umwälzung auskommen müsste.
22.03.08
obere Pumpe Bettar 14, untere Pumpe Bettar 8
beide Pumpen lassen sich absperren, untere Pumpe in Betrieb
die Bettar 8 ist leiser und laufruhiger als die Bettar 14